
Der Begriff Forró wird einerseits als eine Verballhornung des englischen For all erklärt. Er soll beim Bau der Great-Western-Eisenbahn durch eine englische Firma geprägt worden sein, die Tanzveranstaltungen zur Unterhaltung der Arbeiter organisierte, die dann eben For all, für alle, offen waren. Die des Englischen nicht mächtigen Arbeiter haben das dann zu Forró gemacht.
Andererseits wird Forró auch als eine Verkürzung des Begriffs forrobodó erklärt, welcher so viel wie Tanz des Pöbels heißt. Obwohl der Forró ursprünglich ein regionaler Musikstil war und in den anderen Bundesstaaten Brasiliens eher von oben herab betrachtet wurde, hat er sich mittlerweile auf ganz Brasilien ausgebreitet, vor allem durch Migranten, die den armen Nordosten verlassen und in den Süden ziehen.
Die typischerweise dominierenden Instrumente sind Zabumba (Basstrommel), Sanfona (Akkordeon) und die Triangel.
In Natal gibt es häufig Forró-Feste, die die ganze Nacht dauern.
Zum Forró gehören:
Arrasta-pé
Baião
Xaxado
Xote
Coco
So wird Forró getanzt:
Primeiros Passos - Erster Schritt
Primeiros Passos - Zweiter Schritt
Primeiros Passos - Dritter Schritt
Forró wird auf sehr sinnliche Art getanzt, der eigene Körper und jener des Tanzpartners haben praktisch vollflächige Berührung. Man bewegt sich synchron zueinander im charakteristischen Rhythmus der Musik.